Nachhören

Medinetz plant vor-Ort-Sprechstunde

Wer krank ist, geht zum Arzt – dieser Grundsatz gilt nicht für alle Menschen. Menschen aus dem EU-Ausland haben in Deutschland kein Anrecht auf eine deutsche Krankenversicherung, was Probleme mit sich bringen kann. Menschen in Asylverfahren und illegalisierte Menschen haben es am schwersten, eine Gesundheitsversorgung zu erhalten. Gerade illegalisierten Menschen bleibt der Zugang zu Ärzten und Medikamenten oft verwehrt, da sie keine entsprechenden Papiere vorweisen können. Diese Lücke, die es in der Gesundheitsversorgung gibt, wird in einigen Städten – so auch in Halle – durch Initiativen wie das Medinetz geschlossen. Das Medinetz organisiert anonyme und zum teil kostenfreie Gesundheitsversorgung – in Halle seit 2013. Nun steht das Medinetz Halle kurz davor, ein eigenes Beratungsbüro in der Stadt zu eröffnen. In dem Büro sollen regelmäßige Arztsprechzeiten und eine Sozialberatung angeboten werden. Über den Hintergrund dieses Beratungsbüros, und wie sich das Medinetz in den vergangenen Jahren bis zum eigenen Büro entwickeln konnte, darüber sprachen wir mit Andi, der sich als Arzt beim Medinetz Halle engagiert.

Mehr Infos zum Stand des Beratungsbüros hier.