AfD-Skandal über mutmaßliche Vetternwirtschaft in Sachsen-Anhalt

Mehrere Abgeordnete der AfD in Sachsen-Anhalt sollen mutmaßlich Verwandte mit teils gut dotierten Stellen im Bundestag versorgt haben, so die Vorwürfe.

Zwei enge Familienmitglieder des AfD-Landesvorsitzenden Martin Reichardt arbeiteten mutmaßlich im Bundestagsbüro des AfD-Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt aus Sachsen-Anhalt, so unter anderem Recherchen von WDR und NDR. Enge Verwandte von mindestens drei weiteren AfD-Kolleg:innen Reichardts sollen zeitweise ebenfalls in seinem Büro beschäftigt gewesen sein. Darunter die Ehefrau von Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, eine Angehörige des Landesvorstandmitglieds Juliane Waehler sowie ein Familienmitglied des AfD-Landtagsabgeordneten Christian Hecht.

Solche Formen der Anstellungen werden auch als Über-Kreuz-Beschäftigungen bezeichnet und sind in Bayern verboten. Sachsen-Anhalt und der Bundestag verbieten diese nicht ausdrücklich, obwohl sie als umstritten gelten.

Darüber sprachen wir mit Sebastian Striegel, Landtagsabgeordneter der Partei Bündnis90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt.


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Sebastian Striegel. Er lächelt in die Kamera. Er trägt eine Brille mit dunkelgrünem Rand und hat einen langen Bart und kurze Haare. Er trägt einen Jogginganzug. Foto: Pressestelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt | Zuschnitt: Radio Corax.