Clemens Böckmann arbeitet als Autor, Filmemacher und Herausgeber in Leipzig. Seit 2019 betreut er den Nachlass des Dichters und Skispringers Alvaro Maderholz.
Sein neuester Film, Die richtige Seite der Geschichte, greift eine Recherche des Nachrichtenmagazins Der Spiegel auf. Durch das Magazin wurde 2018 publik, dass der damalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Pinneberg bei Hamburg, Wolfgang Seibert, über Jahrzehnte eine ausgedachte Familiengeschichte öffentlich verbreitet hatte. Er hatte behauptet, seine Großeltern seien als Jüdin und Jude von den NationalsozialistInnen verfolgt und in Auschwitz inhaftiert worden, dass sein Großvater sei als Anarchist im Spanischen Bürgerkrieg gewesen sei und sich, nach seiner Flucht von einem sogenannten Evakuierungsmarsch aus Auschwitz, der polnischen Untergrundarmee angeschlossen. In Folge der Aufdeckung und des internationalen Skandals legte Seibert sein Amt als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde nieder und zog sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Radio Corax sprach mit Böckmann über Hintergrund und Film.
Die richtige Seite der Geschichte