„Ella“ – Ein Film über die Kriminalisierung von Klimagerechtigkeitsaktivismus

Pläne für den Ausbau der Autobahn A49 stehen schon seit den 1960ern fest. Dafür sollte ein Teil des Dannröder Forst in Hessen gerodet werden. Im Oktober letzten Jahres war Tag X angebrochen und die ersten Forstmaschinen platzierten sich in dem Waldstück. In kürzester Zeit organisierten sich Anwohner*innen, verschiedene Akteur*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung und Baumbesetzer*innen, um sich entschlossen gegen die Zerstörung von Lebensgrundlagen durch die Versiegelung natürlicher Flächen einzusetzen. Auch Ella war vor Ort. Sie lebte seit nunmehr einem Jahr in Nirgendwo - einem der besetzten Baumhausdörfer im Dannröder Forst. Seit dem Großeinsatz der Polizei im Oktober 2020, als sämtliche dutzende Baumhausdörfer geräumt wurden, sitzt Ella in Haft und wird es auch noch bleiben. Im Juni diesen Jahres verurteilte sie das Amtsgericht Arsfeld zu zwei Jahren und drei Monaten Haft. Der "Fall Ella" ist ein Präzedenzfall, wie Behörden den Klimagerechtigkeitsaktivismus kriminalisieren. Genau davon handelt der Film "Ella", der u.a. von der Projektwerkstatt Gießen produziert wurde und seit nun online verfügbar ist. Über den Film sprachen wir mit Jörg. Er ist in der Projektwerkstatt aktiv und war auch im Verteidigungsausschuss von Ella am Arsfelder Amtsgericht.
"Symbolbild Baumbesetzung" by Netz-B is licensed with CC BY-NC 2.0. To view a copy of this license, visit https://search.creativecommons.org/photos/11f351d8-7fcf-4a3a-8c98-6dadaa3f1286 (CC BY-NC)