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„Hier gibts ein Abschiebelager?“ – Abschiebung und Aktivismus in Bayern

Eine Nachricht aus Deggendorf machte vor kurzem die Runde: Eine hochschwangere Frau sollte kurz vor Beginn ihres Mutterschutzes (der als Abschiebehindernis gilt) abgeschoben werden. Sie wurde dabei von ihrem Kind und dem Vater des ungeborenen Kindes getrennt. Sie konnte sich erfolgreich gegen die Abschiebung wehren. Ihr Kind ist immer noch nicht bei ihr sondern wird vom Jugendamt betreut. Ihr Kampf gegen die Abschiebung wurde als "Kindeswohlgefährdung" gewertet. Der Fall wird noch verhandelt. Dies ist ein neuer Extremfall der bayerischen Abschiebepraxis. Dennoch ist das extreme in den meisten Lagern in Bayern und anderswo zum Alltag geworden. Polizeikräfte stürmen nachts um 3 die Unterkünfte um Menschen abzuschieben. Als Folge sitzen Menschen auch immer wieder rechtswidrig in Abschiebehaft. Medial wird das wenig diskutiert. Die Meinung und Erlebnisse der Geflüchteten tauchen in der Berichterstattung fast gar nicht auf, stattdessen werden (oft völlig falsche) Polizeimeldungen übernommen. Infolgedessen wird auch die Solidarität immer weniger. Das ist ein Problem. Über dieses Problem, über Repression, Solidarität und bayerische Realitäten haben wir mit zwei AktivistInnen aus Regensburg gesprochen. Dort findet am 8.Juni eine Demo statt unter dem Motto : "It's time. Für ein besseres Morgen"

https://agwiderspruch.wordpress.com/2018/03/24/demonstration-fuer-ein-besseres-morgen/#more-128