KOLOT – קולות – Jüd:innen in Deutschland die Stimme(n) zurückgeben

Seit dem 7. Oktober 2023 und dem Anschlag der palästinensischen Terrororganisation Hamas, fühlen sich Jüd:innen in Deutschland verunsichert, erleben regelmäßig Retraumatisierungen. Das Gemeindebarometer 2024 des Zentralrats der Juden in Deutschland untermauerte dies noch einmal. 76 Prozent der Befragten fühlen sich seit dem 7. Oktober 2023 an ihrem Wohnort unsicherer als zuvor. Die meisten, nämlich 90 Prozent, finden laut der Umfrage das meiste Vertrauen in ihren jüdischen Gemeinden.

Daran schließt KOLOT, auf hebräisch „Stimmen“ an. KOLOT, ein audiovisuelles Interviewprojekt der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung ofek e.V., will Jüd:innen in Deutschland, deren Stimmen in der Öffentlichkeit marginalisiert werden, ihren Klang zurückgeben. Raum bieten für biografische Fragmente, kollektive Erfahrungen und das Unaussprechliche.

Das Projekt KOLOT, das im vergangenen Jahr begann, hat in dieser Woche die ersten Videointerviews veröffentlicht. Darüber sprachen wir mit Marina Chernivsky von ofek, die KOLOT kuratiert und auch künstlerisch leitet.


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Marina Chernivsky auf einem Podium der ofek Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung vor einem violetten Hintergrund. Im Vordergrund sind verschwommen die Köpfe von Zuschauenden zu sehen. Bildrechte: Ruthe Zuntz für OFEK e.V.