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Sarah Kirsch und Christa Wolf: Der Briefwechsel

Die ostdeutsche Schriftstellerin Christa Wolf erhielt 1987 den Nationalpreis 1. Klasse der DDR. 2010 verkündete die ebenfalls ostdeutsche Schriftstellerin Sarah Kirsch in einem Interview mit dem Deutschlandfunk, hätte sie selbst einen Nationalpreis bekommen, “hätte ich mich umbringen müssen, denn wer den Nationalpreis hatte, war eigentlich gleich geschaltet.”. Dem politischen und persönlichen Zerwürfnis von Sarah Kirsch und Christa Wolf ging eine fast 30 Jahre andauernde Freundschaft voraus. Unter dem Titel “Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt” wurde nun der Briefwechsel zwischen Sarah Kirsch und Christa Wolf veröffentlicht, sorgfältig editiert und mit ausführlichen Verweisen kommentiert. Herausgeberin dieses Briefwechsels ist Sabine Wolf. Sie ist die stellvertretende Direktorin des Archivs der Akademie der Künste und setzt sich in ihrer Arbeit mit DDR Literatur und der Schriftstellerin Christa Wolf auseinander. Wir haben mit ihr über den von 1962 bis 1992 andauernden Briefwechsel der beiden Frauen gesprochen.