Schule der Arbeit: Modell proletarischer Bildung

Schule der Arbeit war der Name eines Projekts der Arbeiterbildung in Leipzig, das von 1928 bis 1933 existierte. Unter der Leitung von Gertrud Hermes lebten hier junge Arbeiter zusammen, um gemeinsam die Erfahrungen der Arbeit, kulturelle Bildung und einen grundlegenden Emanzipationsgedanken miteinander zu verbinden. 1933 wurde die Schule der Arbeit von den Nazis geschlossen und umfunktioniert. Heute erinnert in Leipzig-Schleußig nur noch die Erscheinung des von Johannes Niemeyer entworfenen Hauses an diese Vergangenheit. Die Künstlerin Ute Richter hat sich mit der Geschichte dieses Hauses beschäftigt und im Verbrecher-Verlag dazu veröffentlicht. Wutpilger Streifzüge (Ausgabe vom September 2025) sprach mit Richter im Rahmen des Corax-Corner.